Wozu dient das Marktstammdatenregister und was habe ich als Solaranlagenbetreiber zu beachten?

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Wozu dient das Marktstammdatenregister und was habe ich als Solaranlagenbetreiber zu beachten?

Das Marktstammdatenregister ist die zentrale Plattform der Bundesnetzagentur in der sämtlichen Gas- und Stromerzeuger sowie (dezentrale) Energiespeicher zentral erfasst werden. Jede an das Netz der allgemeinen Versorgung angeschlossene PV-Anlage, jeder Solarstromspeicher muss dort erfasst werden. Egal, ob in Eigenleistung errichtet oder nicht. 

Wer muss sich eintragen?

Jeder der eine Stromerzeugungsanlage oder einen Stromspeicher an das Netz der allgemeinen Versorgung anschließt. Egal, ob in Eigenleistung oder durch einen Installateur, egal ob nur ein (Balkon-)Modul oder ganze Dächer.

Was muss man eintragen?

Zuerst führt das Marktstammdatenregister durch einen Registrierungsprozess in dem man sich/den Anlagenbetreiber, oder die juristische Person die man vertritt, anlegt. Hierfür benötigt man neben der Adresse des Anlagenbetreibers auch ggf. die Steuernummer oder UStID der juristischen Person. 

Anschließend muss man die Informationen der Photovoltaik-Anlage eingeben. Neben einem eindeutigen Namen (Achtung: Öffentlich), werden Informationen über den Standort (ab 30 kWp Anlagenleistung öffentlich) sowie die PV-Anlage abgefragt. Hierbei ist die Anzahl der installierten Solarmodule und deren grobe Ausrichtung (Himmelsrichtung und Neigung über oder unter 20°) anzugeben. Zudem ist die zugeordnete Wechselrichterleistung einzutragen. 

Anschließend wählt man den jeweiligen Netzbetreiber vor Ort aus (der von dem Sie die Gutschriften erhalten/der bei dem Sie die Anlage angemeldet haben) und die Spannungsebene der Einspeisung aus (in der Regel Niederspannung, außer Sie haben einen Trafo, dann die Ebene, auf der der Zähler misst). 

Sie sind sich unsicher, was eingetragen werden muss? 
Keine Sorge. Dafür gibt es den nächsten Schritt.

Was passiert anschließend?

Der Netzbetreiber prüft nun Ihre Angaben. Hierfür prüft er die von Ihnen zum Netzanschluss einreichten Informationen auf Richtigkeit. Zudem wird meist die Wechselrichterleistung korrigiert. Je nach Netzbetreiber wird die angeschlossene Leistung unterschiedlich interpretiert. Je nachdem ob Sie bei cosphi 1 oder 0,95 einspeisen oder ob die 10-Minuten-Leistung bzw. die im Datenblatt des Wechselrichters genannte Leistung verwendet wird, können Sie davon ausgehen, dass eine Korrektur bei Ihnen kommt. 

Sie erhalten hierzu eine E-Mail – und müssen die Korrektur bearbeiten. Wenn Sie davon ausgehen, dass die vorgeschlagenen Informationen richtig sind, akzeptieren Sie diesen Vorschlag. Ansonsten lehnen Sie die Änderung ab bzw. passen Ihre Informationen an. Dann wird dies dem Netzbetreiber wieder vorgelegt. 

Was, wenn keine Klärung zustande kommt?

Sollten Sie keine Klärung der hinterlegten Daten mit dem Netzbetreiber bilateral erreichen, können Sie die Klärung durch die Bundesnetzagentur erbitten. 

 

Sie haben Fragen hierzu?
Kontaktieren Sie mich über meinen professionellen Kanal: www.kinewables.de 

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